1/1 Ein 1/1-Bogen entspricht dem DIN A1 Format (594 x 841 mm).
18/1 Klassisches Großflächenplakat, entspricht 18 aneinander gelegten 1/1-Bögen (3560 x 2520 mm).
2/1 Querformat, entspricht DIN A0 (841 x 1189 mm).
Above the Line Kurz ATL. Bezeichnet klassische Werbung, also Print, TV, Kino, Hörfunk. Mittlerweile könnte man auch Online dazu zählen. Der Ursprung des Begriffs ist strittig.
Adaption Als Adaption wird in der Werbung die Übertragung einer Kampagne von einem Ankermedium auf andere, die Kampagne flankierende Medien verstanden, also bspw. von einer Printanzeige auf ein Online-Banner. Dabei muss jedes Medium optimal genutzt werden; eine „reine“ Übertragung eins zu eins ist nicht sinnvoll. Siehe Integrierte Kommunikation
ADC Siehe Art Directors Club
AG.MA Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse, befragt einmal jährlich ausgewählte Haushalte, um die Reichweite von Rundfunkangeboten zu ermitteln.
Ankermedium Als Ankermedium wird hier das Medium verstanden, dass in einer Kampagne, die mehrere Medien verwendet, also integrierte Kommunikation betreibt, das Zentrum bildet. War das früher oft ein TV-Spot, von dem Botschaft und merkfähige Stills als Printanzeigen und Plakate verwendet wurden, tritt an dessen Stelle heutzutage häufig die Produkt- oder Unternehmenswebsite. Dies bietet sich an, da sie ein interaktives Medium ist und nicht reine Ein-Weg-Kommunikation liefert. Die anderen Medien der Kampagne flankieren das Ankermedium. Theoretisch kann jedes Medium Ankermedium sein.Siehe Integrierte Kommunikation
Art Directors Club 1920 wurde in New York der Art Directors Club (ADC) als Berufsverband der Art Direktoren gegründet, um die Interessen seiner Mitglieder zu vertreten, die Qualität der Werbung zu steigern und den Nachwuchs zu fördern. Seinem Vorbild folgte 1964 in Düsseldorf der ADC Deutschland. Anders als der Name vermuten lässt, ist die Mitgliedschaft nicht nur Art Direktoren vorbehalten, setzt aber vorbildliche Leistungen in den Bereichen Werbung, Wort, Bild, Design, Editorial, Fotografie, Illustration, Funk, Film, interaktive Medien oder räumliche Inszenierung voraus. Ebenfalls als ADC wird der Kreativwettbewerb bezeichnet, den der Art Directors Club einmal im Jahr veranstaltet und bei dem die kreativsten Arbeiten der Werbung mit „Nägeln“ in Bronze, Silber und Gold prämiert werden.
Arter Ugs. für Art Director.
ATL Siehe Above the Line
Below the Line Kurz BTL. Bezeichnet alle nicht-klassischen Werbemittel wie Verkaufsförderung, Promotions, PR, Ambient, Sponsoring, Kooperationen, Direktmarketing, POS, POP, Retail/Sales Marketing, Messen, Events, Sampling, Producr Placement, Mobile Marketing, Virals, Guerilla, SEM, SEO, Advertorials.
Blow-up Bezeichnet in der Außenwerbung ein Riesenposter; gängige Formate sind 120 (10 x 12), 144 (12x12) oder 225 (15x15) m². Blow-ups können aber auch 4.000 und mehr m² betragen.
Brasilianisch So bezeichnet man Anzeigen und Plakate, die ohne Text auskommen. Enstanden in Brasilien, da es dort einen besonders hohen Anteil an Analphabeten gab, die Text nicht hätten dekodieren können.
BTL Siehe Below the Line
CD Siehe Creative Director
City Light Auch City Light Poster oder abgekürzt CLP genannt. Hinterleuchtete, durch Glas geschützte Werbeflächen, wie man sie bspw. von Bushaltestellen kennt. In Deutschland seit Mitte der 1980er Jahre eingesetzt, stammen CLPs ursprünglich aus Frankreich. Sie haben klasischerweise das Format 4/1, also viermal DIN A1.
CLP Siehe City Light
Copy Fließtext bei Anzeigen, Broschüren, Flyern, Websites.
Creative Director Ein Creative Director (CD) arbeitet in der Kreationsabteilung einer Werbeagentur. Er leitet ein Team von Kreativen (Texter und Art Direktoren) und betreut, gemeinsam mit seinem Pendant auf Beratungsseite (meist ein Management Supervisor), eine feste Auswahl an Kunden und ihre Marken. Wie bei allen anderen Werbekreativen können auch CDs Texter (CD Text) oder Art Direktoren (CD Art) sein und bilden idealerweise paritätische Teams. Ihnen untergeordnet sind Text- und Art-Praktikanten, Juniortexer und –ADs, Texter und ADs und Seniortexter und ADs. Ihnen übergeordnet sind bei internationalen Netzwerkagenturen World Creative Directors und in jedem Fall Kreativgeschäftsführer bzw. CCOs.
EACA European Association of Communication Agencies. Europäischer Agenturverband, in dem u.a. auch der GWA Mitglied ist. Verleiht seit 1999 die Euro Effies.
Einzelmeister Ugs. für eine Anzeige / ein Werbemittel, das aus nur einem Motiv besteht und dem deswegen die Kampagnenfähigkeit angesprochen wird („Ein zweites ist Euch nicht eingefallen“). Siehe Fake
Fake Als Fakes bezeichnet man in der Werbung Werbemittel oder Kampagnen, die nur – oft einmalig – zu dem Zweck geschaltet werden, Preise zu gewinnen. Damit sie bei Kreativwettbewerben eingereicht werden dürfen, müssen sie mindestens einmal geschaltet worden sein. Deswegen freut sich manch eine Kreis- oder Studentenzeitung am Jahresende oder kurz vor Ende der Einsendefristen über ungewohnt hohe Anzeigenverkäufe.
Font Zeichensatz, Schrifttypensatz.
Fotoshooting Fotoaufnahmen, meist für ein Printprodukt (Anzeigen, Plakate, Broschüren).
Gesellschaft für Konsumforschung Kurz GfK. 1934 als GfK-Nürnberg Gesellschaft für Konsumforschung e. V. von Nürnberger Hochschullehrern, darunter der spätere Bundeskanzler Ludwig Erhard, gegründet. Die GfK erhebt unter anderem die Einschaltquoten für das Fernsehen in der Bundesrepublik Deutschland. Mittlerweile hat sich die GfK in eine AG (GfK SE) und einen Verein gesplittet; Hauptsitz ist Nürnberg. Die GfK SE ist das größte deutsche Marktforschungsinstitut, derzeit weltweit die Nummer vier und dient als Holding für 120 Tochterunternehmen, darunter auch Media Control. Sie unterhält Beteiligungen in über 100 Ländern. 2007 hatte die GfK SE einen Umsatz von 1.162 Mio. Euro und 9.070 Beschäftigte (1.714 davon in Deutschland).
GfK Siehe Gesellschaft für Konsumforschung
Goldidee So werden in Agenturen Ideen bezeichnet, die dafür entwickelt werden, Preise zu gewinnen (am liebsten Gold), häufig in sog. „Goldrunden“. Manchmal auf bestehenden Kunden, manchmal wird aber auch erst die Idee entwickelt und dann der Kunde gesucht, dem sie – kostenlos – angeboten wird. Im Gegenzug für Gratiswerbung liefert er sein Logo und seine Zustimmung. Der Grund für dieses Vorgehen ist, dass sich die Position der Agenturen in den öffentlichen Kreativrankings nach der Anzahl der von ihnen gewonnenen Awards bemisst. Kreativrankings wiederum bestimmen die Sichtbarkeit und manchmal die Relevanz einer Agentur für potentielle Neukunden. Bei einschlägigen Wettbewerben wird immer wieder der Ruf nach „echten“ Arbeiten für echte Kunden laut, nicht nach Einmalschaltungen in Regionalblättern eine Woche vor Einreichschluss. Siehe Fake
Goldrunde Siehe Goldidee
GWA Steht für den Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V. (ursprünglich für die im Jahr 1952 gegründete "Gesellschaft Werbeagenturen"), eine Interessenvertretung von deutschen Kommunikations- und Werbeagenturen mit Sitz in Frankfurt am Main. Mitglieder sind rund 115 Agenturen mit Sitz in Deutschland. Der GWA verleiht die Preise GWA Effie, GWA Junior Agency, GWA Production Award (B2B), GWA Profi (B2B), die Clio Awards und den New Media Award. Der GWA ist Mitglied im Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) und im Europäischen Agenturverband EACA.
Haßloch Gemeinde im Landkreis Bad Dürkheim. Der bekannteste Testmarkt für Neuprodukte in Deutschland, ausgewählt wegen seiner Durchschnittlichkeit und damit Repräsentativität. Hier sind bereits Produkte erhältlich, die erst später im Rest des Landes eingeführt werden sollen. Im Fernsehnetz Hasslochs werden eigens gedrehte Werbespots für diese Produkte geschaltet, einzelne Zeitungen werden speziell für Haßloch mit Anzeigen für die neuen Produkte herausgegeben. Außerdem gibt es Karten mit Strichcodes, die beim Einkauf gescannt werden. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kann so ermitteln, wie die getesteten Produkte von den Kunden angenommen werden.
Headline Überschrift, in Skripten manchmal mit „HL“ abgekürzt. Sollte meistens nicht mit einem Ausrufezeichen abschließen (das gilt als schlechter Stil).
HL Siehe Headline
Integrierte Kommunikation Als integrierte Kommunikation wird hier Kommunikation verstanden, die widerspruchsfrei und homogen verschiedene Medien/Werbemittel zu einer Kampagne verbindet. Die Königsdisziplin ist internationale integrierte Kommunikation, über Medien- und Landesgrenzen hinweg. Der Begriff hat Anfang der 2000er stark an Bedeutung gewonnen; gegenüber zahlreichen Synonymen wie bspw. „orchestrierte Kommunikation“ bei der Scholz&Friends Group hat er die weiteste Verbreitung erlangt.
IVW Informationsgemeinschaft zur Festlegung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. Ermittelt bspw. die Auflagenzahlen von Zeitungen und Zeitschriften sowie die Internetnutzung.
Kampagnenfähigkeit Auch als Mileage bezeichnet. Wenn eine integrierte Kampagne entwickelt werden soll, die mehrere Medien verbindet und ggfs. in mehreren Ländern geschaltet werden soll, braucht man eine starke Grundidee, die kampagnenfähig sein muss. Je mehr Medien, je unterschiedlicher die Medien, je mehr Länder und je heterogener und größer die Zielgruppe, desto stärker muss die verbindende Grundidee sein, desto mehr Mileage muss sie bieten. Dies steht oft im Widerspruch zu den verschiedenen Ansprüchen und landeskulturellen Unterschieden, die bei einer solch großen Zielgruppe bestehen – versteht ein Rotchinese brasilianischen Humor? Außerdem muss jedes Medium optimal bedient werden, reine Adaptionen („wir brechen das mal auf den POS runter“) sind Geldverschwendung. Siehe Integrierte Kommunikation
Kassentrennstab Auch Warentrennstab, Warentrenner. Beliebte Werbefläche am POS, der Stab, den der Kunde aufs Warenband legt, um seine Einkäufe von denen anderer Kunden zu trennen.
Kreativdirektor Siehe Creative Director
Location Scout Sucht geeignete Locations für Shootings oder Filmdrehs. Untersteht entweder der Produktionsfirma oder dem Fotografen / Regisseur.
Mileage Siehe Kampagnenfähigkeit
Nagel Bezeichnet in der Werbebranche eine der Trophäen, die jährlich vom ADC verliehen werden.Siehe Art Directors Club
PL Siehe Preline
Point of Purchase Siehe POS
Point of Sale Siehe POS
POP Point of Purchase. Synonym für Point of Sale. Siehe POS
POS Point of Sale. So wird im Handelsmarketing der Verkaufsort des zu bewerbenden Produktes bezeichnet, also der Lebensmitteleinzelhandel, die Shop-Filiale, die Tankstelle, der Flughafen-Shop, usw.
PPM Siehe Pre-Production Meeting
Pre-Production Meeting Kurz PPM. Bevor ein Werbespot gedreht wird, treffen sich Kunde, Werbeagentur, Filmproduktion und der Regisseur ein letztes Mal zum PPM, um alle Details (z. B. Storyboard, Location, Schauspieler, Musik) vom Kunden abnehmen zu lassen.
Preline Vor-Überschrift, manchmal mit „PL“ abgekürzt. Kurze Zeile, die direkt über der Headline steht und thematisch zu ihr hinführt.
Recce Besichtigung der Location eines Filmdrehs oder eines Shootings, bevor dieses stattfindet (gesprochen Rekkie, Verkürzung des engl. Reconnaissance, d.h. Aufklärung, Erkundung). Wichtig sind bspw. die Lichtverhältnisse, Kamerawege, Stromversorgung etc.
Sachet Produktprobe, die mit leicht löslichem Kleber auf eine Anzeige in einer Zeitschrift aufgespendet ist.
Set-Top-Box Messgerät, das die GfK zur Ermittlung des Fernsehverhaltens ausgewählter, repräsentativer Haushalte verwendet.
Shooting Siehe Fotoshooting
SL Siehe Subline
Subline Unter-Überschrift, manchmal mit „SL“ abgekürzt. Erläuternde Zeile, die den Inhalt der Headline ergänzt und ggfs. zur Copy hinleitet.
Tip-on Teilnahmekarte zum Abnehmen, die auf eine Anzeige aufgespendet ist.
Tonalität Bezeichnet die Stimmung, die ein Werbeprodukt vermittelt; dies umfasst die Form der textlichen und bildlichen Gestaltung.
Tonality Siehe Tonalität.Siehe Tonalität
Twist Pointe am Ende eines Werbefilms, die der Handlung eine unerwartete Wendung gibt.
Warentrenner Siehe Kassentrennstab
Warentrennstab Siehe Kassentrennstab
Werbisch Ugs. für die Sprache der Werbung, die sich aus vielen Anglizismen und Fachtermini zusammensetzt.
Werblich Werbung soll subtil sein und nicht nach Werbung aussehen oder klingen. Wenn etwas als „werblich“ bezeichnet wird, hat es diese Anforderung nicht erfüllt.